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Waldorfschule Online-Shop

Liebe Leserinnen und Leser,

kaum hat das neue Jahr begonnen, sind wir auch schon mit allen Kräften dabei, uns auf die didacta vorzubereiten. Die weltgrößte Bildungsmesse findet 2013 wieder einmal in Köln statt und hat sich die "Inklusion" als Oberthema auf die Fahnen geschrieben. Es taucht ja von Zeit zu Zeit die Frage auf, ob die deutsche Waldorfbewegung dort überhaupt präsent sein sollte und wenn ja, was das denn bringen würde. Einige Überlegungen dazu sowie weitere interessante Informationen rund um die Waldorfwelt finden Sie im Folgenden.

Gute Lektüre wünscht Ihnen Ihr Newsletter-Team!

3 Fragen an...Jürgen Wiegmann

1. Was genau ist Ihre Aufgabe in der Waldorfwelt?
Als Sekretär und rechte Hand des Geschäftsführers der Pädagogischen Forschungsstelle bin ich in erster Linie verwaltend und unterstützend tätig. Die Organisation und Durchführung der Stuttgarter Herbsttagung durchzieht einen größeren Teil der Arbeit durch das Jahr. Weitere umfangreichere Aufgaben sind auf der Website die Betreuung der Fortbildungsseite sowie die Erstellung des jährlichen Fortbildungsverzeichnisses, auch die Betreuung der Stellenangebotsseite. Weitere Aufgaben liegen in der Zuarbeit für den Internet-Bookshop sowie die Erstellung des Schriftenkatalogs der Pädagogischen Forschungsstelle, Verwaltung der Projekte, Kassenführung, Tätigkeiten im Zusammenhang mit Buchproduktion und Buchverkauf (Bestellwesen, Absatz, Abrechnung). Nicht zuletzt bin ich eingebunden in Vorbereitung und Durchführung von Vorstands- und Beiratssitzungen, Arbeitsbesprechungen und Spendenanträgen für Stiftungen. Ansonsten wird auch gerne technische Hilfestellung an den Geräten (Kopierer, Fax, Telefonanlage) nachgefragt und ich mache Vertretung für die Telefonzentrale.

2. Woran arbeiten Sie gerade?
An allem oben Genannten, momentan schwerpunktmäßig an der Vorbereitung der Stuttgarter Herbsttagung. Bald wird dann die Arbeit am Fortbildungsbereich unserer Internetseite noch hinzu treten.

3. Wie sieht Ihre Zukunftsvision für die Waldorfpädagogik aus?
Ich hoffe, dass die in vielen Arbeitsgruppen und Gremien stattfindende Arbeit Früchte trägt und belebend und stärkend nach innen wirkt, aber auch in einer positiven Außenwahrnehmnung ihren Widerhall findet.

jetzt! Die Tagung für junge WaldorflehrerInnen

(HKU) Vom 19. bis 21. April findet zum zweiten Mal an der Freien Waldorfschule St. Augustin die Tagung für junge WaldorflehrerInnen statt. Bitte machen Sie Ihre jungen KollegInnen darauf aufmerksam und unterstützen Sie sie, wenn sie an der Tagung teilnehmen wollen, denn wir müssen jetzt! handeln. Die erste Tagung für junge Waldorflehrer stand unter dem Motto „... denn die Ursachen liegen in der Zukunft!“ Das gilt natürlich immer noch, aber es ist wichtig, dass wir uns jetzt! kennenlernen und etwas bewegen.
Die Tagung verbindet die grundlegenden Impulse, die durch die Vorträge und Arbeitsgruppen gegeben werden, mit ganz konkreten praktischen und künstlerischen Übungen für den Unterricht. Auch dieses Mal gibt es wieder viele Gelegenheiten, sich untereinander kennenzulernen und außerhalb des vorgegebenen Programms auszutauschen.
Wer unter 35 ist, sollte sich also am besten direkt anmelden!

Waldorflehrer zufriedener als Kollegen an staatlichen Schulen

(CMS) Rund 90 Prozent der Lehrer an Waldorfschulen geben an, sich in ihrem Beruf verwirklichen zu können, sie schätzen darüber hinaus ihren großen pädagogischen Gestaltungsspielraum und jeder Siebte möchte seinen Beruf auch nach dem Eintritt ins Rentenalter ausüben – das sind vier Mal so viele wie an staatlichen Schulen. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt eine Studie, die Dirk Randoll, Professor an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn in Kooperation mit der der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im soeben erschienenen Band „Ich bin Waldorflehrer“ (1) im Springer VS Verlag vorgelegt hat. An der repräsentativ angelegten Untersuchung nahm ein Drittel aller deutschen Waldorflehrer teil. Ausgewählte Ergebnisse vergleichen Randoll und sein Team mit Aussagen von Lehrern an staatlichen Schulen aus einer Befragung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Die Studie ist weltweit die erste, die das Arbeitsfeld des Waldorflehrers repräsentativ und umfassend untersucht.
Die Studie wurde neben der Software AG -Stiftung und den Hannoverschen Kassen von der Pädagogischen Forschungsstelle des Bundes der Freien Waldorfschulen gefördert.

(1) Dirk Randoll (Hrsg.): „Ich bin Waldorflehrer“ - Einstellungen, Erfahrungen, Diskussionspunkte – Eine Befragungsstudie. Springer-VS Wiesbaden, 2013, 303 Seiten. ISBN: 978-3-531-19810-1

Waldorfpädagogik aktuell auf der didacta 2013

(CMS) Wir sind weltweit der größte Verband, der eine nichtstaatliche und überkonfessionelle Pädagogik vertritt. Damit haben wir auch eine Verantwortung!
Im öffentlichen Diskurs können wir nur mitsprechen, wenn wir auch sichtbar sind. Die didacta ist die größte Begegnungsmöglichkeit mit anderen Bildungsträgern und der interessierten Öffentlichkeit, die wir im Lauf des Jahres überhaupt haben. Sie dient vor allem der Kontaktaufnahme und -pflege und auch immer stärker der Lehrergewinnung. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Zweitverwertung unserer Pressemitteilungen mit entsprechendem Bildmaterial zu Themen wie Interkulturalität, Inklusion, gesunder Schule und ähnlichem hervorragend läuft.
In diesem Jahr bieten wir wieder jeden Tag eine spannende Veranstaltung an unserem Stand, der das Motto "Jedes Kind einer Könner" trägt.

Phänomenologische Physik im European Journal of Physics

Modellierte Durchdringung von drei Kegelscharen

(JGE*) Phänomenologische Unterrichtskonzepte stehen an Freien Waldorfschulen im Zentrum der naturwissenschaftlichen Bildung der Schülerinnen und Schüler. Für das Fach Physik konnten diese Konzepte in den letzten Jahren durch zahlreiche Projekte vertieft, ausgebaut und bis auf Hochschulniveau weiterentwickelt werden (1).
In einem von Prof. Dr. Wilfried Sommer geleiteten Kooperationsprojekt der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen mit dem Institut für Fachdidaktik an der Alanus Hochschule (Standort Kassel) ist ein neuer Meilenstein gelungen: Sommer hat gezeigt, wie unter Anwendung des phänomenologischen Spiegelraumkonzepts (2), das an Waldorfschulen in einem vertikal vernetzen Curriculum ab der 7. Klasse eingeführt wird, dreidimensionale optische Gitter realisiert werden können. Dadurch wird es möglich, kostengünstig Versuche zu zeigen, die sonst nur mit Röntgenstrahlen durchzuführen sind. Die Forschungsergebnisse von Sommer wurden in der international angesehenen Zeitschrift für Physikdidaktik, dem European Journal of Physics, am 14. Januar 2013 publiziert. Der Publikation ging ein unabhängiges Begutachtungsverfahren voraus.
In seinem Artikel diskutiert Sommer die Experimente zunächst im etablierten Konzept.  Anschließend zeigt er, welche Möglichkeiten und Vorteile sich durch die Betrachtung unter phänomenologischen Gesichtspunkten ergeben. Dadurch tritt die Originalität und Eleganz des Spiegelraumkonzepts besonders deutlich hervor. Zugleich wird damit erneut und mit einem anspruchsvollen Beispiel gezeigt, dass der physikdidaktische Ansatz Freier Waldorfschulen einen Weg darstellt, der auch über die Schule hinaus tragfähig ist und sich bis in hochwertige wissenschaftliche Forschungsbeiträge hinein als fruchtbar erweisen kann.
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* Prof. Dr. Johannes Grebe-Ellis, Lehrstuhl für Physik und ihre Didaktik an der Bergischen Universität Wuppertal

[1] Siehe z.B. Grebe-Ellis, J. & Theilmann, F. (2006): open eyes 2005 – Ansätze und Perspektiven der phänomenologischen Optik. Ein Tagungsband, Berlin: Logos Verlag.
[2] Siehe Mackensen, M. von (2005): Klang, Helligkeit und Wärme. Kassel: Pädagogische Forschungsstelle; und ferner Grebe-Ellis, J., Sommer, W., Rang, M., Schön, L.-H. (2008): Anwendungen des Spiegelraumkonzepts am Beispiel von optischer Rückkopplungssperre und Beugung am Raumgitter. In: Nordmeier, V. & Grötzebauch, H. (Hrsg.): Didaktik der Physik. Beiträge zur Frühjahrstagung der DPG in Berlin, Berlin: Lehmanns Media.

Erste Spende für den Solidarfonds Altersversorgung

(HKU) Die Rudolf-Steiner-Schule München-Schwabing spendet als erste Schule in den neu gegründeten Solidarfonds Altersversorgung.
Vorstandsmitglied Jakob Marti und Geschäftsführer Peter Gebert überreichten dem Geschäftsführer des Bundes der Freien Waldorfschulen, Thomas Krauch, am 10. Dezember 2012 einen Scheck über 10.000,- Euro. Diese Spende wird durch die Software AG Stiftung noch verdoppelt!
Der Fonds, der vom BdFWS und der Hannoverschen Unterstützungskasse begründet wurde, unterstützt ehemalige Mitarbeiter an Waldorfschulen, deren Altersversorgung aufgrund besonderer Berufsbiografien (z.B. Tätigkeit im Ausland oder in Aufbausituationen) nicht ausreichend ist.

Bund der Freien Waldorfschulen e.V. | Wagenburgstraße 6 | D-70184 Stuttgart | Telefon: +49 (0)711 21042-0 | Telefax: +49 (0)711 21042-19 | E-Mail: bund@waldorfschule.de |