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Waldorfschule Online-Shop

Liebe Leserinnen und Leser,

nun ist es soweit: Das Büro unserer Pressestelle verlässt heute Stuttgart und bricht nach Hamburg auf, wo zwei von uns schon seit mehreren Wochen arbeiten und die Räume nach und nach einrichten. Unsere Telefonnummern und die postalische Adresse ändern sich also, die e-Mailadressen bleiben aber gleich. Wir freuen uns auf zahlreiche Besuche in den Büroräumen in der Kaiser-Wilhelm-Str. 89 in der Nähe vom Gänsemarkt. Bis dahin viel Freude mit der Lektüre unseres Newsletters, der sowohl über Geschichtliches als auch Aktuelles aus der Waldorfwelt berichtet.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Newsletter-Team!

3 Fragen an... Thomas Rohloff

1. Was genau ist Ihre Aufgabe in der Waldorfwelt?
Daten erheben, vor allem von den Waldorfschulen und Lehrerbildungsstätten, aus diesen und anderen Quellen Auswertungen erstellen, damit Argumentationshilfen geben und die Diskussion versachlichen. Daneben Fragestellungen erkennen und erhellen, immer wieder über alle örtlichen und (Bundes)landesspezifischen Besonderheiten das Gemeinsame der deutschen Waldorfschulbewegung zeigen.

2. Woran arbeiten Sie gerade?
Im Projekt Evaluation der Waldorflehrerbildung gibt es viel zu tun, vom Erstellen, Verschicken, online stellen von Fragebögen bis zur Ermittlung der passenden Menschen, die an den Seminaren und Hochschulen studiert haben. Daneben läuft die Erfassung und Gliederung der Jahresabschlüsse der Schulen für den Gesamtjahresabschluss der deutschen Waldorfschulen.

3. Wie sieht Ihre Zukunftsvision für die Waldorfpädagogik aus?
Den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden, eher agieren statt reagieren. Die eigene Lehrerbildung bewahren und entwickeln, mit so viel Gemeinschaftsfinanzierung wie nötig. Den Dialog mit anderen spirituellen Bewegungen, auch den Kirchen, suchen. "Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns." (Mk 9, 40)?

Erinnerungsarbeit in der Pressestelle

Wiederaufbau des im 2. Weltkrieg zerstörten Haupthauses der Waldorfschule Uhlandshöhe

(CU) Für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BdFWS gibt es mehrere Anlässe, sich mit dem Thema „Waldorfschule in der NS-Zeit“ zu befassen. Zum einen sind in den letzten Jahren in den USA und Kanada wissenschaftliche Arbeiten dazu entstanden, zum anderen gibt es in Terminübersichten der Medien die Angabe, dass der „Bund der Waldorfschulen“ am 6. Mai 1933 in Berlin gegründet worden ist.

So war mit Anfragen von Journalisten zu dem Datum zu rechnen und die Pressestelle machte sich – mit Unterstützung der Pädagogischen Forschungsstelle - an die Arbeit, um die Hintergründe des Datums zu recherchieren. Material dazu findet sich im Bundesarchiv in Berlin - dort lagern die Korrespondenzen, die die Waldorfvertreter mit den NS-Behörden führten. Aber auch der BdFWS verfügt über ein eigenes historisches Archiv in der Freien Hochschule Stuttgart, in dem man die Korrespondenz der Waldorfschulen untereinander während der NS-Zeit einsehen kann.

Während das Berliner Material die düstere Atmosphäre der NS-Bürokratie ausstrahlt, spürt man beim Lesen im Stuttgarter Archiv die Dramatik der Situation. Dort finden sich zum Beispiel persönliche Briefe derjenigen Menschen, die damals im Namen der Waldorfschulen handelten. Eins aber zeigt sich in beiden Archiven: Der 6. Mai  ist für die Waldorfschulen kein Grund, ein Jubiläum zu begehen. Die Gründung des Bundes wurde verlangt im Zuge der sog. Gleichschaltung, mit der das NS-Regime alle gesellschaftlichen Einrichtungen unter Kontrolle bringen wollte. Sie zog auch die Durchführung des sog. Reinigungsparagraphen nach sich, jüdische oder oppositionell eingestellte Lehrer mussten die Schulen verlassen. Vier Lehrer waren in Stuttgart betroffen, eine Eurythmistin in Berlin.

Aufgrund der Recherche liegt in der Pressestelle jetzt eine Fülle von Material vor, aus dem eine Dokumentation zur Waldorfschule in der NS-Zeit entstehen kann. Gedacht ist auch, Zeitzeugen zu befragen, die in der NS-Zeit Waldorfschüler waren.

Kontakt: Cornelie Unger-Leistner

Arbeitskreis "Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik"

(HKU) Elektronische Medien sind eine Herausforderung für jeden Zeitgenossen. Das wissen nicht nur ihre Kritiker, sondern auch alle Nutzer, die ihre Vorzüge zu schätzen wissen. Für die heute aufwachsenden Kinder sind sie Teil ihrer Umgebung und Teil des sozialen Lebens, in das sie hineinwachsen.

Vor etwa einem Jahr hat eine aus Waldorfpädagogen und der Waldorfpädagogik nahe stehenden Medienfachleuten zusammengesetzte Arbeitsgruppe damit begonnen, die moderne Medienwelt unter dem Gesichtspunkt der frühkindlichen und schulischen Erziehung zu analysieren. Leitend war dabei der Arbeitsansatz, bei den Kindern und Jugendlichen die konstitutionellen Voraussetzungen für einen souveränen Umgang mit elektronischen Medien zu stärken und zu untersuchen, wann und wie der Gebrauch dieser Medien sinnvoll in den Unterricht einbezogen werden kann und sollte.

Während die ersten Treffen vor allem der Analyse und geisteswissenschaftlichen Reflexion der elektronischen Medienwelt gewidmet waren, fokussiert sich die Arbeit jetzt auf die sich daraus ergebenden pädagogischen Fragen. Ziel ist es, konkrete Empfehlungen für Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen zu entwickeln, um den Heranwachsenden gleichermaßen das konstitutionelle Rüstzeug wie das technische Verständnis an die Hand zu geben, die ihnen einen mündigen Umgang mit diesen Medien erlauben.

Um die Arbeitsfähigkeit und Kontinuität der Gruppe sicherzustellen, ist die Teilnahme nur auf Einladung möglich. Die Ergebnisse der Arbeit werden an geeigneter Stelle zugänglich gemacht. Dazu sollte bereits im November 2012 ein erster "Thementag" dienen, der wegen zu weniger Anmeldungen aber noch einmal verschoben wurde.

Freiwilligendienste in Waldorf-Ganztagesschulen, Waldorfkindergärten und KiTas

(HKU) Den Freunden der Erziehungskunst als Träger für Freiwilligendienste steht in diesem Jahr ein einmaliges zusätzliches Kontingent für den Bundesfreiwilligendienst zur Verfügung. Im Bundesfreiwilligendienst werden die Praxiseinrichtungen vom Staat deutlich höher gefördert als im Freiwilligen Sozialen Jahr. Demgegenüber steht eine Vielzahl an Interessenten, die einen Freiwilligendienst in einem Waldorfkindergarten oder einer Waldorfschule machen möchten. Ehrenamtliches Engagement ist nicht nur als Unterstützung der Fachkräfte, vor allem in der Umsetzung von Ganztagsschulen und Kindertagesstätten interessant, es dient erwiesenermaßen auch der Nachwuchsförderung.

Ansprechpartner für neue Einsatzstellen ist Uwe Decker (Tel.: 0721-354806-151, u.decker@freunde-waldorf.de). Interessierte Freiwillige können sich unter Tel.: 0721-354806 -130 oder fsj-bfd@freunde-waldorf.de an den Verein wenden.

Neue Ausgabe von „RoSE – Research on Steiner Education“ erschienen

(CMS) Das Rudolf Steiner University College in Oslo und die Alanus Hochschule in Alfter haben die neue Ausgabe der internationalen Online-Fachzeitschrift „RoSE – Research on Steiner Education“ zur Waldorfpädagogik veröffentlicht. Ziel des Journals ist es, Grundlagenforschung und empirische Beiträge zur Waldorfpädagogik zu fördern.

In der neuen Ausgabe von RoSE, Vol 3, No 2 (2013), finden sich unter anderem eine Kurzfassung der Studie zur Waldorflehrer-Zufriedenheit von Dirk Randoll, Professor für Erziehungswissenschaft, ein Diskurs über die Wissenschaftlichkeit der Anthroposophie und die Frage „Was macht eine gute Lehrerin, einen guten Lehrer aus? Was kennzeichnet gute LehrerInnenbildung? Und was sollen Lehramtsstudierende speziell im erziehungswissenschaftlichen Studium lernen?"

Bund der Freien Waldorfschulen e.V. | Wagenburgstraße 6 | D-70184 Stuttgart | Telefon: +49 (0)711 21042-0 | Telefax: +49 (0)711 21042-19 | E-Mail: bund@waldorfschule.de |