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Liebe Leserinnen und Leser,

nun gehen auch in den letzten Bundesländern die Sommerferien zu Ende und der Unterricht hat wieder angefangen. Pünktlich zum Auftakt des neuen Schuljahres bereiten wir uns auf unsere traditionelle Jahrespressekonferenz vor, die dieses Mal wieder in Berlin stattfinden und sich dem Thema "Inklusion" widmen wird.
Eine weitere Veranstaltung für Journalisten haben wir gerade erst mit einer Pressevorführung zum Eurythmiefilm "What moves you" im Hamburger Abaton-Kino durchgeführt.
Ein weltweit wichtiger Termin im September ist natürlich der WOW-Day am 26.09.2013, den der Bund der Freien Waldorfschulen jedes Jahr mit veranstaltet und sehr gerne unterstützt - wir sind schon gespannt auf die vielen kleinen und großen Initiativen von SchülerInnen für SchülerInnen.
Doch auch darüber hinaus gibt es wieder jede Menge zu berichten aus der bunten Waldorfwelt, so dass wir Ihnen einfach viel Freude beim Lesen wünschen,

herzliche Grüße aus Hamburg von Ihrem Newsletter-Team!

Drei Fragen an... Alexander Hassenstein

1. Was genau ist Ihre Aufgabe in der Waldorfwelt?
Ich habe Anfang September meine Arbeit in der Pädagogischen Forschungsstelle im Bund der Freien Waldorfschulen aufgenommen. Der Schwerpunkt meiner Aufgabe ist es dabei, die Überarbeitung und Neuauflage des sogenannten „Richter-Lehrplans“ in Zusammenarbeit mit Christian Boettger zu organisieren, zu koordinieren und zu impulsieren. Eine Verbindung zum Internetangebot des Bundes der Freien Waldorfschulen zu schaffen, ist ein weiterer Aufgabenbereich.
 
2. Woran arbeiten Sie gerade?
Gerade erarbeite ich eine Bestandsaufnahme der aktuellen Lehrplanausgabe.
 
3. Wie sieht Ihre Zukunftsvision für die Waldorfpädagogik aus?
Waldorfschule sollte flexibler werden, um den verschiedenen Anforderungen der Kinder an Schule gerecht werden zu können. Eine große Klasse und eine kleine Klasse pro Jahrgang stelle ich mir vor. Außerdem vielfältige Lernbereiche außerhalb des Klassenzimmers, wie Landwirtschaft und andere praktische Betätigungsfelder, in denen Kinder aller Altersstufen ein individuelles Lernumfeld finden können. Das sollte alles an einer Schule möglich sein, also die Flexibilität, einzelnen Schülern für einen bestimmten Zeitraum individuelle Lernumgebungen bieten zu können.

Bei Krisen-PR ist das Know How besonders wichtig

(CU) Zum zweiten Mal wird 2013 vom 1. bis 2. November in Bochum die Fortbildung „Öffentlich wirken“ angeboten. Sie richtet sich auch an Waldorfeltern, -lehrerInnen oder GeschäftsführerInnen, die mit Öffentlichkeitsarbeit befasst sind.
 
CU: Herr Kullak-Ublick, warum ist gerade der Workshop „Kommunikation im Krisenfall“ für Waldorfschulvertreter besonders zu empfehlen?
 
HKU: Ich wünsche mir gerade auf diesem Gebiet eine grundlegende Fortbildung der zuständigen, oft ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter an den Schulen. Hier muss oft schnell gehandelt werden, man kann ganz schön unter Druck kommen durch Medienanfragen, wenn etwas schief läuft oder strittig ist.
 
CU: Was ist denn aus Ihrer Sicht dazu notwendig?
 
HKU: Man muss z.B. wissen, was man veröffentlichen sollte und was eher nicht. Bei den Beratungen, die die Öffentlichkeitsarbeit zu dem Thema regelmäßig macht, erlebt man immer wieder, dass entweder den Medien zu reserviert gegenübergetreten wird, oder dass man viel zu viel in die Pressemitteilungen hinein schreibt. Hier ist einfach grundlegendes Know How wichtig.
 
CU: Welches aktuelle Beispiel können Sie denn dazu nennen?
 
HKU: Gerade in diesem Sommer erfuhr eine Waldorfschule durch eine Reihe von Masernerkrankungen in ihrer Schülerschaft ein ungeahnt breites Medieninteresse. Weil dann auch noch ein Interview mit Bundesgesundheitsminister Bahr zum Thema "Impfpflicht" durch die Presse ging und das alles in der sog. Sauren-Gurken-Zeit während der Ferien ablief, häuften sich die Presseanfragen an die Schule von allen Seiten, also Fernsehen, Hörfunk und Printmedien. Hier war es z.B. sehr wichtig, das richtige Informationsmaterial schnell zur Hand zu haben. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BdFWS hat in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) einiges erarbeitet und selbst auch eine Stellungnahme dazu veröffentlicht. Darauf konnte dann zurückgegriffen werden sowie auf ganz praktische Hilfe beim Verfassen der nötigen Pressemitteilungen.
 
CU: Wie ist denn „Öffentlich wirken“ gedacht, für Einsteiger oder für Fortgeschrittene?
 
HKU: In diesem Jahr gibt es eine breite Palette von Workshops für TeilnehmerInnen mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, so dass für Jeden das Richtige dabei sein dürfte. Wir hoffen, dass möglichst viele Schulen ihre Öffentlichkeitsarbeiter wieder zur Fortbildung nach Bochum schicken, wo wir uns gerne mit ihnen auch außerhalb der von uns angebotenen Workshops vernetzen möchten.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.oeffentlich-wirken.de

"Eine Brücke in die Welt": Langzeitdoku über Waldorfschüler

(CMS) Nach der großen Zuschauer-Resonanz auf "Guten Morgen, liebe Kinder", dem Film über die ersten drei Schuljahre, ist "Eine Brücke in die Welt" der zweite Film dieser einzigartigen Langzeitdokumentation, die erstmals die Entwicklung der Schüler einer Waldorfschule von der ersten bis zur achten Klasse begleitet. Gedreht wird von 2007 bis 2015 in der Freien Waldorfschule Landsberg am Lech in Bayern. 2015 erscheint ein dritter Film, der den großen Bogen von der ersten bis zur achten Klasse spannen wird.

In "Eine Brücke in die Welt" beobachtet Filmemacherin Maria Knilli mit der Kamera eine ergreifende Metamorphose: Aus stürmisch hingebungsvollen Viertklässlern werden nachdenklich kritische Sechstklässler. Die Klassenlehrerin versucht, mit dem Unterricht darauf zu antworten, indem Schritt für Schritt das selbstständige Arbeiten erübt wird. Das Klassenzimmer dient dabei als lebendige, sich stets wandelnde Lern-Werkstatt. Auch die Eltern der Schüler kommen zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen mit der Schule ihrer Kinder.

In der vierten Klasse erkunden die Zehnjährigen im Galopp ihre Heimatstadt, teilen Äpfel, um sich das Bruchrechnen anzueignen, und studieren mit Feuereifer für ihre Eltern ein Singspiel in Dirndl und Lederhosen ein, samt Klassenorchester und Gesangseinlagen auf der großen Bühne der Schule. In der fünften Klasse überwinden die Mädchen und Buben gemeinsam mit der Lehrerin und einigen Eltern zu Fuß den Alpenhauptkamm bei 3019 Höhenmetern, eine eindringliche Erfahrung für die Klassengemeinschaft, „Starke“ sind plötzlich schwach, „Schwache“ stark . Die Zwölfjährigen dann in der sechsten Klasse recherchieren in Gruppen selbständig über die unterschiedlichen Länder Europas und referieren als „Fachleute“ vor ihren Mitschülern und der Klassenlehrerin. Und jeder Schüler schreibt einen frei erfundenen Text für ein Hörspiel. Das Klassenzimmer wird zum Studio: Eine der Geschichten wird von allen zusammen vertont.

Zu sehen ist "Eine Brücke in die Welt" am Dienstag, den 17. September 2013, um 22.45 Uhr im Bayerischen Fernsehen (BR).

Beide Filme sind außerdem ab sofort auf DVD erhältlich, Bestellungen und ausführliche Informationen unter: www.guten-morgen-liebe-kinder.de.

Berliner Volksinitiative "Schule in Freiheit"

(HKU) Die Berliner Volksinitiative "Schule in Freiheit" geht in den Endspurt. Obwohl sie bereits weit über 13.000 Unterschriften gesammelt hat, sind in den verbleibenden sieben Wochen noch 12.000 Unterschiften zusammenzukriegen, damit sich der Senat damit befassen muss.

Aktuell soll die Neugründung freier Schulen in Berlin erschwert werden – ein Grund mehr, die Volksinitiative bei ihrem Vorstoß für ein freies, auch finanziuell gleichberechtigtes, Schulwesen zu unterstützen!

Unter anderem gehört der Bund der Freien Waldorfschulen, der kürzlich "7 Kernforderungen" mit vielen Übereinstimmungen zur Volksinitiative veröffentlicht hat, zu ihren Unterstützern. Helfen auch Sie mit, dass die Unterschriften-Sammelaktion ein Erfolg wird und setzen Sie damit ein Zeichen, dass die Zivilgesellschaft im Bildungswesen funktioniert – wenn man sie lässt. Weitere Informationen und Materialien lassen sich auf der Homepage der Initiative abrufen: www.schule-in-freiheit.de

Inklusionsthema als roter Faden im „Jahresbericht Waldorf“

(CU) Der diesjährige „Jahresbericht Waldorf“ wird wieder nach den Herbstferien erscheinen, so kann der Inklusionskongress vom 20.-22. September 2013 in Berlin einbezogen werden. Das Inklusionsthema zieht sich auch wie ein roter Faden durch die Regionenberichte – man sieht, wie sich die Waldorfschulbewegung an vielen Orten um die Umsetzung dieser wichtigen gesellschaftspolitischen Zielsetzung bemüht. Bildungspolitisch Flagge zeigt der Jahresbericht auch mit den „7 Kernforderungen“ aus Anlass der Bundestagswahl 2013.

Unter dem Stichwort „Innovation“ geht es um Themen wie den jahrgangsübergreifenden Unterricht, der jetzt Gegenstand eines Forschungsprojekts ist sowie um den Einstieg der Waldorfschulen in die berufliche Bildung am Beispiel der Emil Molt Akademie in Berlin. Im internationalen Bereich kann man etwas über den ENASTE-Kongress in Wien erfahren und über die Tagung der osteuropäischen Waldorflehrer in Riga. Schließlich wird deutlich, wie sich der WOW-Day inzwischen als weltweite Kampagne der Waldorfschulen etabliert hat.

Zur Wahl des Bundesvorstands

(HKU) Bei der Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen im März 2014 wird nach dreijähriger Amtsperiode turnusmäßig ein neuer Bundesvorstand gewählt. Zur besseren Übersicht fassen wir das Verfahren hier in seinen wichtigsten Zügen zusammen.

Organisatorisch steht dem siebenköpfigen Bundesvorstand (BuVo) die Bundeskonferenz (BuKo) zur Seite, die fünfmal jährlich tagt. Sie setzt sich aus jeweils zwei (für Mecklenburg-Vorpommern einem) Delegierten aus den Regionen und dem Bundeselternrat zusammen sowie jeweils einem Delegierten der Pädagogischen Forschungsstelle, der Waldorfkindergartenvereinigung, der Seminarekonferenz und der Arbeitsgemeinschaft der Heilpädagogischen Schulen. Sie berät den vierzehntägig zusammenkommenden BuVo in wichtigen Fragen.

Satzungsgemäß ist die BuKo für die Erstellung der Kandidatenliste für die Vorstandswahlen verantwortlich. Dazu hat sie eine Kommission ernannt, die mit allen potenziellen KandidatInnen Gespräche führt und der BuKo nach Abschluss der Gespräche eine Empfehlung zur Beratung und Verabschiedung vorlegt. Auch die amtierenden Vorstandsmitglieder müssen nach dem gleichen Verfahren in die Liste aufgenommen werden, wenn sie zu einer weiteren Kandidatur bereit sind. Die Namen der KandidatInnen werden von der BuKo per Rundbrief bekannt gegeben.

Die Vorbereitungsgruppe besteht aus Gertrud Brunotte aus Lüneburg, Walter Hutter aus Stuttgart, Harm Robbe aus Hamburg und René Walter aus Greifswald.

Bund der Freien Waldorfschulen e.V. | Wagenburgstraße 6 | D-70184 Stuttgart | Telefon: +49 (0)711 21042-0 | Telefax: +49 (0)711 21042-19 | E-Mail: bund@waldorfschule.de |