Suche
Waldorfschule Online-Shop

Liebe Leserinnen und Leser,

"Frühling lässt sein blaues Band flattern durch die Lüfte", heißt es bei Eduard Mörike. Auf dem Kalender steht jetzt bald Frühlingsanfang und wir alle freuen uns darauf, dass die dunkle Jahreszeit hinter uns liegt und die Natur wieder zu neuem Leben erwacht. Aufbruchstimmung breitet sich aus hinaus in die Natur, zu neuen Ufern, zu interessanten Begegnungen.

Der Frühling ist in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auch immer Messezeit, in diesem Jahr steht die Leipziger Buchmesse im Vordergrund. Seit fünf Jahren ist die Pädagogische Forschungsstelle dort präsent mit ihren Publikationen. Auf der didacta war in diesem Jahr die Vereinigung der Waldorfkindergärten vertreten sehr erfolgreich, wie uns berichtet wurde. Unseren Gemeinschaftsstand von Waldorfschulen, Waldorfkindergärten und den von "Anthropoi" vertretenen Einrichtungen haben wir in diesem Jahr abgesagt, weil wir mit dem Standplatz nicht zufrieden waren. Nächstes Jahr wollen wir aber wieder gemeinsam präsent sein.

In Kürze sind die Waldorfschulen zur Mitgliederversammlung unseres Bundes an der Mindener Waldorfschule zu Gast. Dort lässt sich auch unser neuer mobiler Messestand besichtigen, der über unseren Webshop von Schulen ausgeliehen werden kann.

Einen schönen Frühlingsanfang wünschen Ihnen
Ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeiter*innen aus Hamburg

3 Fragen an... Ariane Eichenberg

Was genau ist Ihre Aufgabe in der Waldorfwelt?
Seit genau zehn Jahren arbeite ich als Redakteurin für die Erziehungskunst, die sich ja in diesen zehn Jahren sehr verändert hat. Das betrifft nicht so sehr die Arbeit. Denn Themen müssen noch immer gefunden werden, Autoren für einzelne Rubriken gesucht und angeschrieben, Hefte in einer ausgewogenen Gesamtkonzeption erarbeitet. Die eingehenden Beiträge werden weiterhin redigiert, an die Autoren mit der Bitte um Korrekturen oder auch Änderungswünschen zurück geschickt. Und zuletzt muss die Erziehungskunst, wenn wieder einmal der Druck ansteht, noch einmal auf die Schliche des Fehlerteufels hin angeschaut und geprüft werden.

Es ist eine Arbeit, die viel Vorausdenken und zugleich Präsenz für die aktuellen Prozesse fordert. Auch wenn wir heute die Druckmaschinen nicht mehr rotieren hören, so spüren wir den Druck, der von ihnen ausgeht, immer noch. Denn jeden Monat neu muss die Erziehungskunst in den Schulen sein.

Woran arbeiten Sie gerade?
Zur Zeit redigiere ich Artikel für das Heft im Mai „Jahreszeiten“ und bereite ein Interview zu diesem Thema vor.

Wie sieht Ihre Zukunftsvision für die Waldorfpädagogik aus?
Mehr Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wünsche ich den Waldorfpädagogen, weniger Anpassungs- und Rechtfertigungszwang unter der Maske der Diskursfähigkeit. 

Anruf in: Görlitz – Die östlichste Waldorfschule

(CU) Heute gilt der „Anruf in“ der östlichsten Waldorfschule in Görlitz in Sachsen, sie heißt Freie Waldorfschule Görlitz " Jacob Böhme". Gesprächspartnerin ist Doris Bach aus dem Geschäftsführenden Vorstand, die die Schule vor vier Jahren mit gegründet hat.

Wann und wie kam denn die Waldorfschule in den östlichsten Zipfel von Deutschland ?

Bach: Das war eine ganz schnelle Gründung, den Trägerverein hatten wir im November 2010. Vier Wochen später zum 1.12.2010 haben wir den Schulantrag abgegeben, da war die Deadline beim Ministerium, aber wir hatten alle vier Säulen für unsere Schule beisammen: das Konzept, ein Interims-Gebäude, die Lehrer und die Finanzen. Man muss allerdings ehrlicherweise sagen, dass der geistige Vorlauf viel länger war, es hatte ja 2003/4 schon einmal einen Anlauf gegeben für eine Gründung, da haben wir es aber nicht geschafft.

Und wodurch kam es, dass diesmal geklappt hat?

Bach: Die Kinder waren da, wir hatten 24 Anmeldungen im September 2010. Jetzt ging es darum, ein Schulhaus zu finden. Wir hatten zwar schon einen Standort, ein Hofgut, in das schon viel Arbeit gesteckt worden war, aber das konnte nicht fristgerecht zum Schulstart 2011 mit Genehmigung als Schule genutzt werden. Dann hatten wir Glück: Ein kleines Grundschulhaus wurde uns vor den Toren der Stadt angeboten, das noch unter Bestandsschutz stand, also nicht lange ungenutzt war. Wir musste es nur verhältnismäßig wenig renovieren und gestalten und konnten es somit reaktivieren (auf den Foto von Steffen Gerhardt ist es im Hintergrund zu sehen).

Das ist doch immer wieder eine besondere Pioniersituation mit den Waldorfschulen in den ländlichen Räumen....

Bach: Wir sind eben kein Ballungsraum wie Chemnitz, Dresden oder Leipzig, wo ja die großen sächsischen Waldorfschulen dazu gehören. Um Görlitz zu erklären, muss man ein bisschen ausholen: Jacob Böhme, den Hegel den ersten deutschen Philosophen genannt hat, ist ein Sohn dieser Stadt. Es gehört mit zur Geschichte von Görlitz, dass hier die Renaissance von Böhme auf geisteswissenschaftlichem Gebiet begründet worden ist. Bei ihm ging es nicht mehr um „Gottvater“ und einen Menschen, der an seinen Stand gebunden bleibt, sondern um den göttlichen Funken im Menschen und dessen Verantwortung für sein Handeln. So hat hier in unserer Stadt schon immer eine freigeistige Atmosphäre gelebt. Da musste einfach eine Waldorfschule hin....

Sie haben Jacob Böhme, diesen berühmten deutschen Mystiker, ja auch in den Namen ihrer Schule aufgenommen.

Bach: Wir haben das zusammengefügt mit Freie Waldorfschule Görlitz. Was man noch ergänzen kann: Hier ist auch eine besondere Energie in der Region, unser Hausberg, die Landeskrone ist z.B. ein erloschener Vulkan.

Kommen die Eltern denn alle hier aus der Gegend?

Bach: Schätzungsweise 70% sind aus der Stadt. Aber das gibt es auch, dass Eltern extra herziehen, weil eine Waldorfschule hier ist. Wir bestehen ja jetzt im 4.Jahr und in den letzten zwei Jahren beobachten wir das zunehmend. Wir sind auch die einzige weiterführende freie Schule hier in der Gegend, die nächste ist 50 km weit weg. Was uns außerdem zugute kommt, sind drei freie Grundschulen, von denen wir Schüler in die 5.Klasse aufnehmen. Wir haben jetzt die Klassen 1-7 mit insgesamt 61 Kindern .

Das heißt, dass Sie auch klassenübergreifend unterrichten?

Bach: In einer so ausgedünnten ländlichen Region wie hier bei uns geht es nicht anders, wenn man eine solide Schülerschaft aufbauen will. Wir haben aber aus der Not eine Tugend gemacht. Die jahrgangsübergreifenden Klassen stehen zwar nicht im Leitbild der Waldorfschulen, ihr Konzept wurde aber durch eine Arbeitsgruppe zum klassenübergreifenden Unterricht wissenschaftlich erarbeitet. Es wird jetzt von der Alanaus Hochschule evaluiert. Da war einer unserer Klassenlehrer bei Dr. Landl, der mit Vertretern aus anderen Schulen, die klassenübergreifend arbeiten, diese Form der Pädagogik in einem Konzept neu gegriffen hat. Wenn Eltern da sind, die eine Waldorfschule auch in einem dünn besiedelten Gebiet gründen wollen, kann man ihnen Waldorf-Pädagogik aufgrund betriebswirtschaftlicher Zwänge doch nicht vorenthalten.

Was gibt es denn noch aus Ihrem Schulkonzept zu berichten?

Bach: Wir sind ja eine geteilte Stadt, die Neiße fließt mitten durch und die andere Hälfte gehört zu Polen und heißt Zgrozelec. Aufgrund dieser Nähe zu Polen haben wir Polnisch als zweite Fremdsprache. Zudem arbeiten wir von unserem Konzept her inklusiv. Das ist durch und durch Waldorf und neuerdings auch politisch so gewollt hier in Sachsen.

Und was wünscht sich die Schule jetzt für die nächste Zukunft?

Bach: Dass die Schulgemeinschaft gemeinsam ihren Schulstandort endgültig erschafft. Dazu gibt es einen Auftrag von der Mitgliederversammlung zum städtischen Güterbahnhof, ein 4,6 ha großes Gelände, verkehrstechnisch zentral gelegen. Jetzt wird alles im einzelnen geprüft  - ob wir diesen großen imposanten Standort als kleine Schulgemeinschaft tragen und zum Leben erwecken können.

Die Schule wäre somit für viele Kinder auch aus dem weiteren Umfeld erreichbar. Zudem unterstützt uns die Stadt dabei, da sie sich durch die Schule für das Quartier, in dem auch viel Leerstand ist, eine positive städtebauliche Belebung erhofft. Das Gelände könnte eine schöne grüne Oase werden mit riesigem Schulgarten, Schulbienen und Schafen, großen Ateliers..... eben mit der Möglichkeit zu wachsen.

Dann wünschen wir Ihnen und Ihrer Schule, dass das alles so wird, wie Sie es sich vorstellen, die grüne Oase in der Stadt – aber zum Schluss habe ich noch eine ganz andere Frage, wenn ich jetzt schon mit jemand in Sachsen spreche: Gibt es bei Ihnen in Görlitz auch Pegida-Anhänger?

Bach: Man weiß zwar nicht, was in einzelnen Köpfen vorgeht, aber Demonstrationen hatten wir nicht. Es wurde in Görlitz auf zivilgesellschaftlicher Ebene auch ganz toll darauf reagiert. Wir haben hier viele Vereine, die sich engagiert haben. Als die Demonstrationen begonnen haben, wurde gleich reagiert und es wurden Spenden bei Firmen gesammelt. Mit diesen Geldern haben die Görlitzer dann gemeinsam mit den Flüchtlingen über mehrere Veranstaltungsabende hinweg die verschiedenen Nationalgerichte gekocht und auch öffentlich dazu eingeladen. So hat man der Öffentlichkeit das jeweilige Land, aus dem die Flüchtlinge kamen, schmackhaft gemacht. Das kam dann auch im Fernsehen als Gegenbeispiel zu Pegida.

Dann abschließend noch einmal alles Gute für Sie und die Schule und dass es in Ihrem politischen Umfeld so positiv weitergeht!

Immer mehr Waldorfschulen im Netzwerk gegen Rassismus

(CU) Rund eine Million SchülerInnen in Deutschland besuchen bereits eine Schule, die in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen worden ist. Auch acht Waldorfschulen sind bisher mit dem gleichnamigen Titel ausgezeichnet worden. Weitere Aufnahmeverfahren laufen, wie das Netzwerk mitteilt. Mitglied ist z. B. die Rudolf Steiner Schule in Hamburg Altona. Die Newsletter-Redaktion hat in Altona einmal nachgefragt, was die Mitgliedschaft im Netzwerk konkret bedeutet.

„Wir gründen eine Schülerinitiative gegen Diskriminierung!
 Wir setzen deutliche Zeichen gegen Gewalt und Diskriminierungermutigt das Netzwerk auf seiner Homepage in erster Linie die Schüler selbst. Sie sind es, die die Mitgliedschaft in die Hand nehmen müssen. Ansprechpartner war von daher in Hamburg-Altona die 10. Klasse. „Wir führen das Projekt fort, das von einer Schülerin, Jule Biefeld, begonnen worden ist. Sie hat schon längst Abitur“, erläutert Milena beim Treffen. Ihr Klassenkamerad Raphael ergänzt, dass auch die Schülervertretung sich des Themas angenommen habe. Ziel sei es, im Alltag ein besseres Verständnis zwischen den Menschen zu schaffen.

Die Schüler beschreiben, dass es viele Gelegenheiten gibt, wo sie in ihrem Umfeld in Hamburg auf Diskriminierung und Ausgrenzung aufmerksam geworden sind. Menschen mit anderer Hautfarbe würden viel öfter von der Polizei kontrolliert, hat Len beobachtet, Jonas berichtet von der Auseinandersetzung um die Ansiedlung eins Flüchtlingsheims im vornehmen Stadtteil Harvestehude, die von den Anwohnern bekämpft worden ist. Elisa fiel die Ausgrenzung bei homosexuellen Menschen auf oder auch bei Behinderten. Alexandros machte beim Spendensammeln für den WOW-Day (Waldorf One World) die Erfahrung, dass Mitbürger für „Ausländer“ nichts geben wollten. Aber auch in den Familien treffe man auf Unverständnis und Vorurteile. Zwei Schüler schilderten Diskussionen mit ihren Omas. Diese beschwerten sich über zuviel Zuwanderung und darüber, dass die Einwanderer Deutschen angeblich Wohnungen und Arbeitsplätze wegnähmen. „Angst vor dem, was fremd ist“ – analysierten die Schüler den Hintergrund für Diskriminierung und Ausgrenzung.

Im Rahmen einer Projektwoche im Fach Politik, Wirtschaft und Gesellschaft (PGW) bekamen die Schüler Gelegenheit, sich intensiv mit ihrem Thema auseinanderzusetzen. Oberstufenlehrer Gerrit de Jong wollte damit Grundlagen für das Engagement im Rahmen des Netzwerks legen: „Es ist unrealistisch, wenn man davon ausgeht, dass das Engagement nur am Wochenende und in der Freizeit stattfindet“. Den Rahmen habe er vorgegeben, aber inhaltlich konnten die Schüler sich ihren Gegenstand selbst wählen. „Die SchülerInnen brauchen Raum, in dem sich Initiative entfalten kann“, erklärt der Lehrer Gerrit de Jong. So sind ausführliche Informationsmappen entstanden zu Diskriminierung von Minderheiten, am Arbeitsplatz und zur Lage der Flüchtlinge in Hamburg.

Auch die Gruppe der Lampedusa-Flüchtlinge, die in einer Kirche in St. Pauli untergebracht war, bot für die Schüler einen Ansatzpunkt. Sie erforschten das Leben der Flüchtlinge, machten auch Interviews mit ihnen. O., ein Flüchtling aus Burkina Faso, erzählt den Schülern von seiner Flucht mit dem Boot über das Mittelmeer. „Als wir ihn nach seiner Familie gefragt haben, wurde er sehr traurig und hat nichts darüber erzählt, er hat sie wohl auf der Reise verloren“, berichtet Thea. Die Betroffenheit durch die Begegnung ist den Schülern anzumerken. Sie berichten auch, dass sie durch die Recherche jetzt mehr Informationen haben, um in Gesprächen z.B. mit der Oma besser bestehen zu können. Lehrer Gerrit de Jong hat die Zehntklässler außerdem damit beauftragt, ihre Arbeitsergebnisse in den Klassen sieben bis neun darzustellen und zu diskutieren. „So sorgen wir gleichzeitig für die Kontinuität des Engagements“, betont er.

Auch andere Klassen haben sich Aktionen im Rahmen des Netzwerks überlegt, so sollen Einnahmen von Klassenspielen für die Lampedusa-Flüchtlinge gespendet werden oder es wurde eine Teilnahme am Red Hand Day organisiert, der sich gegen den Einsatz von Kindersoldaten richtet. Besonders stolz sind die Schüler in Altona auch auf ihren Paten im Netzwerk, den Hamburger Filmemacher Fatih Akin.

Ein Film, der Lust auf ein anderes Leben mit der Natur macht

(CU) Das mehrfach als "bestes Restaurant der Welt" ausgezeichnete NOMA in Kopenhagen sowie viele dänische Küchenchefs von Weltrang kaufen ihr Fleisch und Gemüse vom Thorshøjgaard-Hof von Niels Stokholm (79). Seit über 30 Jahren bewirtschaftet der Landwirt zusammen mit seiner Frau den Hof biodynamisch. Viel Gutes erwartet uns“ ist ein Dokumentarfilm von Phie Ambo über den Landwirt, der sich mit „seinen mitunter unüblichen Methoden nicht nur Freunde macht“, wie es in der Ankündigung des Filmvertriebs mindjazz pictures heißt. Am 19. März startet der Film bundesweit in den Kinos. Seine Premiere hat er als Eröffnungsfilm des „kulinarischen Kinos“ bei der Berlinale gefeiert. mindjazz  pictures hat den Film nach Deutschland geholt, wo der BdFWS einer der Kooperationspartner ist.  

Die Stokholms leiten den Hof nach der Idee, dass Mensch und Erde elementar mit dem Universum verbunden sind, sie haben den Hof auch zusammen gegründet. Stokholm trifft alle Entscheidungen im Einklang mit der Natur und mit Respekt vor den Tieren. Er spricht sie mit Namen an und hat eine enge Beziehung zu ihnen. Er hält sich an einen Saat- und Erntekalender, der sich an der Position von Sternen und Planeten orientiert. So weiß er, wann er seinen Boden düngen muss.

Trotz des überragenden Erfolgs seiner Produkte hat Stokholm ständig mit EU-Regularien und behördlichen Tierschutzkontrollen zu kämpfen, die in Verbindung mit Geldstrafen und Gerichtsverfahren immer wieder die Existenz des Hofes bedrohen. Angestellte gibt es nicht, Freiwillige, die aus ganz Europa kommen, helfen zeitweise. Ohne sie wäre es dem Landwirtspaar nicht möglich, den Hof zu bewirtschaften und seinen Fortbestand zu sichern.

"Nach `Good Things Await`wirst du Landwirtschaft nie wieder im selben Licht wie zuvor betrachten“, schrieb der Kritiker Per Juul Carlsen in „Filmland“. „Ein faszinierend echter, ethischer und berührender Film… So wundervoll aufgenommen und in Szene gesetzt, dass er in dir das Verlangen erweckt, in Harmonie mit der Natur zu leben und sie zu beschützen“, meinte Dorte Hygum in „Politiken“ zum Film.

Der Filmverleih bietet Schulklassen den Film an, Sonderveranstaltungen und der Bezug von Infomaterial können mit mindjazz pictures vereinbart werden. Diskussionsveranstaltungen werden auch von provieh e.V. - Verein gegen tierquärische Massentierhaltung  - unterstützt.

Fünf Jahre Waldorfpädagogik auf der Leipziger Buchmesse

(CU) Zum fünften Mal ist die Waldorfpädagogik in diesem Jahr auf der Leipziger Buchmesse präsent. Veranstalter ist die Pädagogische Forschungsstelle des BdFWS zusammen mit der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. Die Bücher der Forschungsstelle werden im Rahmen eines Standes in Zusammenarbeit mit den anderen anthroposophischen Verlagen ausgestellt, die Veranstaltungen im Rahmen von "Fokus Bildung" sind im gemeinsamen Programm aufgeführt. Dabei liegen immer neu erschienene Bücher zugrunde. In diesem Jahr stehen Medienpädagogik mit Dr. Edwin Hübner und „Sternstunden der deutschen Literatur“ mit Malte Schuchhardt auf dem Programm. "Fokus Bildung" auf der Buchmesse ist die größte Veranstaltung zu Bildung, Literatur und Leseförderung in den neuen Bundesländern.

Themen des BdFWS in diesem Rahmen waren z.B. schon Inklusion mit Dr. Thomas Maschke, Kunstbetrachtung im Unterricht mit Gabriele Hiller oder auch der Geschichtsunterricht an der Waldorfschule, der von Anfang an global ausgerichtet ist. Außerdem stellte Henning Kullack-Ublick seine neue, praxisbezogene Einführung in die Waldorfpädagogik vor mit dem Titel „Jedes Kind ein Könner“.

Insgesamt ist die Atmosphäre auf der Buchmesse von einer großen Offenheit der Besucher geprägt, das Lesepublikum nimmt gern das Material vom Stand der Pädagogischen Forschungsstelle mit – beliebt ist auch die Zeitschrift Erziehungskunst, die dort ebenfalls ausliegt. Auch die 35 Pressemappen mit zahlreichen Informationen zu den Waldorfschulen, die die Öffentlichkeitsarbeit jedes Jahr für die Buchmesse packt und im Pressezentrum der Messe zur Verfügung stellt, finden bis zum Ende der Messe ihren Weg in die Redaktionen.

Am Stand ergeben sich immer wieder intensive Gespräche von Interessenten für den Beruf des Waldorflehrers oder auch mit Lehrern, die sich mit den Publikationen zur Waldorfpädagogik befassen. Eltern und Lehrer der Waldorfschulen in und um Leipzig nutzen die Gelegenheit, um sich am Stand der Pädagogischen Forschungsstelle über Neuerscheinungen zu informieren.  

Außerdem nehmen die Waldorfschulen der Umgebung die Möglichkeit wahr, sich die Experten und Autoren von der Buchmesse zu eigenen Veranstaltungen ins Haus zu holen, so wird Dr. Edwin Hübner mit den Lehrern der  Waldorfschule Leipzig zum Thema Medienmündigkeit arbeiten. Die Karl Schubert Schule in Leipzig hat eine Lesung für die 5. Klasse mit der Autorin Gerlinde Kurz eingeplant,  die ihr neues Buch "Strandgut" (Verlag Urachhaus) vorstellen wird.

Termine:

  • Kinder und Jugendliche stark machen im Zeitalter von Web 2.0
    Gespräch mit Dr. Edwin Hübner
    Donnerstag, den 12.März 2015
    14.45-15.15 Uhr / Forum Kinder-Jugend-Bildung
    Halle 2, Stand A 401/B 400
  • Sternstunden der deutschen Literatur
    Lesung und Gespräch mit Malte Schuchhardt
    20.00  Mendelssohn-Haus, Musiksalon, Goldschmidtstr.12, Leipzig
    Veranstalter: Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen/edition waldorf

Stand der Pädagogischen Forschungsstelle: Halle 5 Stand F 401

Wandertage werden wieder prämiert

Foto: Albrecht E.Arnold, pixelio.de

(CU) Schulklassen, Hortgruppen, AG´s und andere Schülergruppen aller Altersstufen können sich auch in diesem Jahr wieder am bundesweiten Schulwanderwettbewerb des Deutschen Wanderverbands beteiligen.

Die Wanderungen müssen zwischen dem 1. Mai und dem 31. Juli stattfinden und sich altersgemäß mit dem Thema "biologische Vielfalt" befassen. Als Preise für die Teilnehmer gibt es u.a. eine vom Jugendherbergswerk gestiftete Klassenfahrt im Wert von 1. 500 Euro, Koffer mit GPS-Geräten für die gesamte Klasse oder Entdecker-Rucksäcke. Für die Vorbereitung der Wanderung versendet der Deutsche Wanderverband ein Ideen-Set. Der Wettbewerb ist Teil des Bundesprogramms „leben.natur.vielfalt“ und wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt und  Naturschutz.

Projektpartner des Deutschen Wanderverbands ist die Johannes Gutenberg Universität Mainz, die zum Wettbewerb eine Online-Befragung durchführt. Die Bewertung der besten Wanderideen erfolgt nach Altersgruppen, Kriterien für die Preisvergabe sind u.a. die Umsetzung des Themas "biologische Vielfalt", die Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen dafür oder auch der Erlebnisreichtum der Wanderung sowie die Möglichkeiten der Sinneserfahrungen. Ab der 6. Klasse ist neben der Beschreibung der Wanderaktion auch eine Ideensammlung vorgesehen, mit der sich die Schüler für den Schutz der Arten und/oder von Lebensräumen einsetzen können.

Bund der Freien Waldorfschulen e.V. | Wagenburgstraße 6 | D-70184 Stuttgart | Telefon: +49 (0)711 21042-0 | Telefax: +49 (0)711 21042-19 | E-Mail: bund@waldorfschule.de |