Hortbewegung

An nahezu jeder Waldorfschule gibt es für die Kinder nach Schulschluss die Möglichkeit, in einen Wartehort, eine Warteklasse, eine Randbetreuung, in die Nachmittagsbetreuung der Ganztagsschulen, einen Ganztagshort mit oder ohne Ferienbetreuung zu gehen. Das Bild, das sich bietet, ist vielfältig und bunt und ist abhängig von den Gegebenheiten und landespolitischen Voraussetzungen. Gemeinsam ist allen die Arbeit auf der Grundlage der Waldorfpädagogik. Immer geht es aber darum, für die Kinder da zu sein, verlässliche Bezugsperson zu sein, den Kindern eine Heimat zu geben, einen H-Ort zu schaffen, an dem das freie Spiel im Vordergrund steht. Einen Ort zu schaffen, an dem die Kinder wahrgenommen, gesehen und gehört werden.

„Da sollen die Kinder Unterhaltung haben. [...] Sie sollen im Hort anderes tun als Schultätigkeit. Die Kinder sollen nur fühlen, dass man da ist, wenn sie etwas brauchen. Von besonderem Wert ist es, sich von den Kindern ihre Erlebnisse erzählen zu lassen. Man muss sich interessieren dafür. Es ist gesundend, wenn ein Kind sich aussprechen kann."

Rudolf Steiner Lehrerkonferenz Stuttgart, 22.12.1919 (GA 300, Bd.1)
Siehe auch Erziehungskunst "Hort und Ganztagsschule", 04/2005

Die Erzieher und Hortner dieser Betreuungseinrichtungen haben sich in der „Hortbewegung“ zusammengeschlossen und treffen sich seit vielen Jahren dreimal im Jahr zum pädagogischen Austausch und zur Weiterbildung.

An einem Frühjahrswochenende lädt ein Hort zur Wandertagung der Horte ein. Das heißt nicht, dass dort gewandert wird, sondern dass die Tagung von Hort zu Hort wandert. So wird die Vielfalt vor Ort erlebbar. In der ersten Woche nach den Osterferien in Baden-Württemberg findet an der Akademie für Waldorfpädagogik die Mannheimer Horttagung statt, die sich vor allem einer intensiven pädagogischen Grundlagenarbeit zur Kinderkonferenz widmet.

Die Kasseler Hortfachtagung im Rudolf-Steiner-Institut für Sozialpädagogik hat als zentralen Inhalt die Vorträge Rudolf Steiners zur „Allgemeinen Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“. So wird jedes Jahr ein Vortrag daraus inhaltlich erarbeitet.

Zu den Fortbildungsterminen geht es hier.

Im Rahmen jeder Tagung findet eine Hortkonferenz statt, in der die grundlegenden Themen der Hortbewegung besprochen werden. In Kassel werden die drei Hortsprecher gewählt, die die Hortbewegung vertreten. Sie halten den Kontakt zum Bund der Freien Waldorfschulen, nehmen stellvertretend an überregionalen Konferenzen teil, äußern sich zu Ausbildungsfragen im Hortbereich und sind Ansprechpartner für Hortbelange.

Die gewählten Hortsprecher sind:

Lutz Atteln – Hort an der Freizeitschule-Mannheim
mail: info@freizeitschule.de z.H. Lutz Atteln
Tel: 0621-95353024

Anke Föhlisch - Hort der Freien Waldorfschule Dresden
mail: isis71@gmx.de
Tel: 0351 8993732

Beate Schaper-Burkard – Offene Ganztagsschule, Freie Waldorfschule Mülheim an der Ruhr
mail: B.schaperBurkard@gmail.com
Tel: 0208 91103761

Pia Wissen - Offene Ganztagsschule, Freie Waldorfschule Mülheim an der Ruhr
mail: pia@wissen-du.depia@wissen-du.de
Tel: 0208 91103761