Herbsttagung 2026: Die menschliche Organisation als Instrument der Forschung

Beschreibung der Veranstaltung:
Der Mensch ist ein Wunder. Nicht nur mit seinem physischen Leib, sondern auch mit seiner ätherischen und seelisch-geistigen Organisation kann er sich der Natur vielschichtig und umfassend nähern. Damit sind ihm Ebenen der Erkenntnis zugänglich, die für die künstliche Intelligenz verschlossen bleiben. Schon in den Einleitungen zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften wurde von Rudolf Steiner beschrieben, dass der Mensch aus einem inneren Seelenbedürfnis den Drang hat, die Welt zu erforschen. Seit der Neuzeit gab es jedoch die Tendenz, die Forschung von der Sinneswahrnehmung des Menschen abzulösen; gleichzeitig wurde auch das Denken immer abstrakter. Forschende suchten den «objektiven» Blick von aussen und das seelische Erleben wurde mehr und mehr ausgeklammert. Die Naturwissenschaft hat uns dadurch gewaltige Fortschritte und Techniken geschenkt. Der Erkenntnisfortschritt hat Distanz zu den Zwängen der Natur geschaffen – aber sind wir nicht Teil der Natur und haben dadurch auch die Nähe zu uns selber verloren? Gibt es eine Technik, die uns mit dem Sinn des Lebens verbindet? Die goetheanistisch-anthroposophische Forschungsmethode schlägt als ersten Schritt dazu vor, sich bewusst der eigenen Sinnesorganisation zuzuwenden. Das Kind entwickelt mit Lebenssinn, Gleichgewichtssinn, Eigenbewegungssinn und Tastsinn zunächst ein Verhältnis zu seinem eigenen Leib. Mit dem Frei-werden der Hände beginnt es, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen – Wärmesinn, Sehen, Riechen und Schmecken eröffnen eine vielgestaltige Welt von Empfindungen und Gefühlen. Und schliesslich lernt es den Hör-, Laut-, Begriff- und Ich-Sinn zu betätigen, Ausgangspunkt für die Gedankenwelt. Mit der Entwicklung des Selbstbewusstseins taucht gleichzeitig Weltbewusstsein auf. Was das Kind unbewusst entwickelt, sah Goethe als Vorbild für den Wissenschaftler, der die Sinne achten und bewusst einsetzen muss. Wie können wir darüber hinaus neue Sinne entwickeln, die wie Goethes «anschauende Urteilskraft» über das intellektuelle Denken hinausgehen? Wenn wir das Wachstum einer Pflanze in der Zeit verfolgen, beteiligen wir uns innerlich an ihrer gesetzmässigen Dynamik. Indem wir unser Denken so am Bildhaften der Natur schulen, können wir aus vielen Beobachtungen ein inneres Kräftebild der lebendigen Pflanze nachschaffen. Ist mit dem «imaginativen Bewusstsein» dieser lebendige Prozess gemeint, durch den der Mensch die pflanzliche Lebendigkeit in seiner ätherischen Organisation erlebt? Können wir durch diese geistige Aktivität in unserer Seele die Innenseite der Natur erfahren? Wenn die Sinne in Leib, Seele und Geist ihre Wirksamkeit entfalten dürfen, sind wir Teil der Welt und sie wird nicht nur in ihrem Gewordensein, sondern auch in ihrem Werden in unserem Bewusstsein lebendig. Sehr herzlich laden wir Sie ein, an unserer diesjährigen Herbsttagung vom 8. bis zum 11. Oktober 2026 über diese Fragen ins Gespräch zu kommen und mit Ihren Gesichtspunkten, Arbeiten und Forschungspräsentationen aktiv beizutragen! Vesna Forštneri? Lesjak, Matthias Rang & das Team der Naturwissenschaftlichen Sektion
Terminangaben:
08.10.2026 - 11.10.2026
08.10.2026 Beginn 16:30Uhr 11.10.2026 Ende 12:15 Uhr
Teilnahmegebühr:
Konferenz-Ticket: CHF 280 regulärer Preis / CHF 160 reduzierter Preis (ohne Essen oder Übernachtung)
Veranstaltungsort:
Naturwissenschaftliche Sektion am Goetheanum
Hügelweg 59
CH-4143 Dornach
http://www.science.goetheanum.org/
Anmeldung:

Naturwissenschaftliche Sektion am Goetheanum

science@goetheanum.ch

Konferenz-Ticket: CHF 280 regulärer Preis / CHF 160 reduzierter Preis (ohne Essen oder Übernachtung)

Ansprechpartner:in:
Dr. Matthias Rang & Vesna Forštneri? Lesjak
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